Zwischen Blumenbeeten, Begegnungsorten und Zukunftsideen wurde auf der Landesgartenschau Ellwangen auch über die Energiewende gesprochen. Mit unserem Format „H2-Wandel auf Tour“ waren wir rund um und auf der Sparkassenheimatbühne vertreten und haben das Thema Wasserstoff genau dorthin gebracht, wo gesellschaftlicher Dialog entsteht: mitten in die Öffentlichkeit.
Sehr gut kam der Wasserstoff-Workshop an in Gestalt einer Expermentierecke: Gemeinsam mit Dr. Susanne Sihler vom WBZU/Handwerkskammer Ulm gestalteten unsere Wasserstofflotsen Klaus Ohla und Ulrich Weingart diesen interaktiven Teil unserer Veranstaltung, in dem Besucherinnen und Besucher Wasserstoff praxisnah erleben konnten. Ziel war es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und Interessenten aller Altersgruppen einen niedrigschwelligen Zugang zu einer der zentralen Zukunftstechnologien der Energiewende zu ermöglichen. Herzlichen Dank an Dr. Susanne Sihler und die beiden Lotsen Klaus Ohla und Ulrich Weingart, die allen Workshop-Besuchern und Besucherinnen das Thema Wasserstoff so anschaulich nahe gebracht haben!
Rahmenbedingungen des Wasserstoffhochlaufs, die Rolle von Wasserstoff in der regionalen Wirtschaft und natürlich auch die Akzeptanz in der Bevölkerung waren Themen unseres einstündigen „H2-Wandel-Talks“ auf der Sparkassenheimatbühne. Es diskutierten Thilo Rentschler, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwürttemberg, Dr. Harald Krbecek, Ulmer Wasserstofflotse, sowie Michael Bächler, Geschäftsführer von H2-Wandel e.V. über Chancen, Herausforderungen und Erwartungen an die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft.
Dabei standen drei Blickwinkel im Fokus:
- Die Perspektive der regionalen Wirtschaft, vertreten durch Thilo Rentschler, der die Bedeutung des Wasserstoffhochlaufs für Unternehmen und Industriestandorte in Ostwürttemberg erläuterte.
- Die Perspektive der interessierten Bürgerschaft, eingebracht durch den Wasserstofflotsen Dr. Harald Krbecek, der aus seiner Arbeit mit Bürgerinnen und Bürgern berichtete und aufzeigte, welche Fragen, Wünsche und auch Vorbehalte Menschen mit dem Thema verbinden.
- Der Adlerblick auf den Wasserstoffhochlauf, vertreten durch Michael Bächler, der die Aktivitäten von H2-Wandel und die Rolle der Modellregion im übergeordneten Transformationsprozess einordnete. Die H2-Wandel –Modellregion Grüner Wasserstoff Baden-Württemberg wird teilfinanziert durch das Land Baden-Württemberg und Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der EU.Besonders wertvoll war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie groß das Interesse an verständlichen Informationen, offenen Diskussionen und konkreten Beispielen aus der Region ist. Genau hier setzt H2-Wandel an: Wasserstoff nicht nur als Technologie zu erklären, sondern als gesellschaftliches Zukunftsthema erlebbar zu machen.
Was uns sehr gefreut hat: Der Erste Bürgermeister der Stadt Ellwangen, Volker Grab, hat sich die Zeit genommen, das Grußwort zur Talkrunde zu halten. Er machte deutlich, wie sehr die Stadt Ellwangen das Thema Wasserstoffhochlauf nicht nur unterstützt, sondern auch alle Fortschritte verfolgt. Und das über die Landesgrenzen hinaus. Bürgermeister Grab berichtete begeistert von einem Projekt in Lingen in Niedersachsen.
Dort war just am Tag zuvor ein Meilenstein im Großprojekt GET.H2-Nukleus-Wasserstoffprojekt gefeiert worden, das teilfinanziert wird von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen: Erstmals wurde in Deutschland grüner Wasserstoff aus einer Elektrolyseanlage über ein im Aufbau befindliches Kernnetz zu einem Industrieabnehmer transportiert. Den Wasserstoff produziert RWE, der Abnehmer Evonik sitzt im 120 Kilometer entfernten Chemiepark Marl im Ruhrgebiet. Das Grußwort bot eine inspirierende Basis für die Talkrunde!
Herzlichen Dank an Bürgermeister Grab sowie an unsere externen Talkrundengäste!
Fotos: Alia Vetter/H2-Wandel e.V.














