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Relevanz von Wasserstoff?

Windräder und Solaranlagen gibt es inzwischen überall. Ein großer Teil unseres Stroms kommt bereits aus erneuerbaren Energien. Warum wird trotzdem noch über Wasserstoff gesprochen?

Wo begegnet uns Wasserstoff schon im Alltag? Hier geht's zum Erklärvideo: Mit einem Klick auf das Bild!

Wenn beim Handy der Akku auf 5 Prozent fällt, beim Duschen das Wasser plötzlich kalt bleibt oder an der Tankstelle die Preise steigen, spüren wir deutlich: Unser moderner Alltag benötigt viel Energie.

Früher hieß es „Ohne Moos (Geld) nichts los“, heute müsste das Sprichwort um Strom und Internet ergänzt werden.

Bei der Stromerzeugung kommt bereits ein erheblicher Teil der Energie aus Wind- und Solarenergie. Strom ist jedoch nur ein Teil unseres gesamten Energieverbrauchs. Für Mobilität, Wärme und Industrie werden heute noch überwiegend fossile Energieträger genutzt, zusätzlich zum Strombedarf.

„Viele denken bei Energie an Strom.
Tatsächlich ist Strom nur ein kleiner Teil des gesamten Energieverbrauchs.“

„Beim Strom sind wir schon weit gekommen. Wenn es um den gesamten Energiebedarf geht, stehen die großen Veränderungen erst noch bevor.“

In Zukunft sollen in der EU und Deutschland fossile Energieträger weitgehend ersetzt werden. Viele Anwendungen werden deshalb zunehmend von Gas, Öl & Benzin auf Strom umgestellt, und der Strombedarf wird stark steigen. Je höher der Strombedarf ausfällt, desto mehr muss die Stromerzeugung aus PV und Wind erhöht werden.

Weniger Fossile Energie|Quelle: Canva
Mehr erneuerbare Energie|Quelle: Canva
Leistungsfähigeres Stromnetz|Quelle: Canva

Damit auch in Zukunft zum Beispiel das Laden des Handys verlässlich klappt, werden die Stromnetze ausgebaut und Batteriespeicher eingesetzt.  Fossile Brennstoffe können nicht überall durch Strom und Batterien ersetzt werden, zum Beispiel trifft das auf Langstreckenflüge zu. Ergänzend werden weitere Technologien benötigt wie zum Beispiel alternative Treibstoffe. Ein Baustein im gesamten Szenario der zukünftigen Energieversorgung kann Wasserstoff sein. Denn Wasserstoff kann zum Beispiel überschüssige Energie aus Erneuerbaren Quellen speichern. Diese Energie kann dann in Zeiten mit wenig Sonne und wenig Wind mit Hilfe einer Brennstoffzelle wieder in Strom umgewandelt werden.

Wasserstoff ist kein Ersatz für Strom. Er ist jedoch eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative, wenn Strom und Batterien an technische oder logistische Grenzen stoßen.

Übrigens: Wasserstoff wird in der Produktion von Düngemitteln eingesetzt und trägt damit indirekt dazu bei, dass genug Lebensmittel auf unsere Teller kommen. Wasserstoff ist somit schon seit über 100 Jahren ein fester Bestandteil unseres Alltags, oft ganz selbstverständlich und auf den ersten Blick kaum wahrnehmbar.

In Zukunft könnte Wasserstoff als ein Baustein der Energieversorgung eine weitere Alltagsrolle übernehmen, erneut eher im Hintergrund als im Fokus der Aufmerksamkeit.

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