Zuwachs für die Wasserstoff-Lotsen/innen

Schulung für neue Wasserstofflots/innen in Reutlingen. Fotonachweis: Karen Emler / H2-Wandel e.V.

Freitag, der 13. – das ist schon ein heikles Datum, oder? Und wenn dann auch noch eine merkwürdige rote Flasche an einem Laternenmast angegurtet wird, es kurz darauf ordentlich knallt und am helllichten Nachmittag so eine Art Polarlichter zu sehen sind, da kommt man/frau schon ins Grübeln. So geschehen an der Hochschule Reutlingen. Doch es gibt keinerlei Grund zur Besorgnis! Die Hochschule war lediglich Schauplatz eines für uns, dem Verein H2-Wandel – Modellregion Grüner Wasserstoff Baden-Württemberg, wichtigen Ereignisses: Die Wasserstofflotsen/-innen haben Zuwachs bekommen und wurden entsprechend geschult.

Kursleiterin war wieder Dr. Susanne Sihler vom Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien (WBZU) der Handwerkskammer Ulm, die in unserem Verein Mitglied ist. Herzlichen Dank an der Stelle schon mal an unsere großartige Lehrerin – und natürlich an die Hochschule Reutlingen für die Gastfreundschaft, dort insbesondere an Prof. Gernot Schullerus, Anian Bühler und Mohamad Hazem Aref!

Die neuen Lotsen/innen sind nicht nur ein willkommener Zuwachs für diese Ehrenamtlichen, die Wissen rund um unsere Modellregion und die Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff in die Öffentlichkeit tragen. Sie sind auch ein Grund zum Feiern, weil das Lotsen/innen-Netz durch sie eine deutliche Ausweitung erfährt. Dass das Modell der Wasserstofflotsen/innen, das im Rahmen des H2-Wandel-Projekts an der Universität Ulm – genauer am Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) – entwickelt wurde, bereits in den Landkreis Göppingen exportiert wurde, hatten wir an dieser Stelle schon entsprechend gewürdigt. Aus Göppingen waren am Freitag, dem 13., ebenfalls neue Lotsen/-innen dabei. Aus Ulm übrigens auch!

Doch jetzt gibt es eine weitere Außenstelle in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen!!! Herzlichen Dank den Landratsämtern für die Unterstützung – allen voran Renate Kostrewa und Gertrud Gandenberger, aber natürlich auch an Dorothee Hoffmann, die bei der Koordinierung der Lotsenaktivitäten am ZAWiW unterstützt.

Ach so, was hatte das jetzt alles mit der roten Flasche, dem Knall und den Polarlichtern zu tun?  Unsere Kursleiterin legte schlicht und ergreifend viel Wert darauf, neben der ganzen Theorie rund um Wasserstoff, – dessen Herstellung, Anwendung und Risiken -, H2 auch erfahrbar zu machen. Also gab es eine Knallgasreaktion mit Dose. Und mit Hilfe eines angeätzten Drahtes wurde die farblose Wasserstoff-Flamme grün gefärbt.

Was sich dann noch im Seminarraum abspielte, stand auf einem anderen Blatt: Da wurde kräftig gekurbelt, um Wasserstoff in kleinen Tanks zu erzeugen, mit deren Hilfe wiederum kleine Autos angetrieben werden. Ob dieser Wasserstoff in die Kategorie „grün“ fällt, wenn die Energiequelle Menschenkraft ist, wurde nicht abschließend geklärt. Dazu müsste man vermutlich erstmal die individuelle Ökobilanz des jeweiligen Teilnehmenden beleuchten. Darum kümmern wir uns ein anderes Mal.

Zum Schluss hatten die Teilnehmenden auch noch Gelegenheit, die Wasserstoff-Forschungsanlage der Hochschule Reutlingen zu besichtigen. Ein runder Abschluss für einen langen und erkenntnisreichen Tag!

Jetzt jedenfalls sind nun weitere Lotsen/innen bereit, das spannende Thema Wasserstoff und dessen Potenzial als Baustein der Energiewende in die Welt zu tragen. In diesem Sinne: Herzlichen Dank für das Engagement!!!

Fotohinweise: Karen Emler / H2-Wandel e.V.

 

 

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