Erst vor kurzem hatte Projektleiter Jens Schuler uns als Referent in unserem Netzwerktreffen an der Hochschule Rottenburg über die Energiestrategie der August Weckermann AG in Eisenbach im Schwarzwald berichtet. Und uns sehr sehr neugierig gemacht! Gestern hatten wir Gelegenheit, uns das vor Ort anzuschauen. Was sollen wir sagen? Einfach beeindruckend! Die August Weckermann KG in Eisenbach ist nicht nur ein echter Hidden Champion und Weltmarktführer im Bereich des Diamantierens. Hinter der Postkartenidylle steckt beeindruckende Zukunftstechnologie. Das Unternehmen, gegründet im Jahr 1885, zeigt, wie sich über 140 Jahre Tradition mit einer klaren Vision für morgen verbinden lassen.
⇒ Ein paar Highlights, die wirklich beeindrucken:
▪ Über 2.000 m² neue Produktionsfläche für das Diamantieren
▪ Hochmodernes AKL-Logistiklager mit mehr als 10.000 Plätzen
▪ Thermische Autarkie durch Wärmerückgewinnung und Wärmepumpen
▪ Komplett belegtes Dach mit PV-Anlage ☀️
Und damit nicht genug: Große PV-Freifläche samt örtlicher Schafbeweidung, Regenwasseraufbereitung, Batteriespeicher, Elektrolyseur, H₂-Speicher und Brennstoffzelle – ein ganzheitliches Energiesystem, das Maßstäbe setzt
⇒ Das Ergebnis? Die Zahlen sprechen für sich:
▪ 992.000 kg CO₂-Einsparung pro Jahr
▪ 2.835.000 kWh jährlich erzeugte PV-Energie
▪ 9.250 kg Wasserstoffproduktion pro Jahr
▪ Bis zu 90 % Autarkiegrad
Ein Investment von 8 Mio. €, das auf lange Sicht nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch Wirkung zeigt – und dafür mit 2,5 Mio. € Förderung vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde (als eines von nur acht Projekten!).
Herzlichen Dank an die beiden Gastgeber Karl Josef & David Duttlinger sowie an Projektleiter Jens Schuler und Simon Anselm, der als freier Berater an diesem großartigen Projekt mitgewirkt hat, für die spannenden Einblicke.
August Weckermann zeigt, dass grüner Wasserstoff als Baustein der Energiewende und vor allem auch als Baustein einer Strategie, die auf Autarkie ausgerichtet ist, sinnvoll sein kann.
Ein starkes Team treibt diese Entwicklung voran – mit klarer Vision und dem Mut, neue Wege zu gehen.
Bildnachweise: Karen Emler / H2-Wandel e.V.





