Mehr als 300 Teilnehmende… gefühlt 1000 interessante Power-Point-Slides … zig spannende Gespräche… und ein ganzer Stapel neuer Visitenkarten… Na, wo waren wir wohl? Richtig! Auf dem „H2-Kolloquium Baden-Württemberg 2025 – Gemeinsam.Wasserstoff.BW“ , das dieses Jahr am 7./8. Juli in Fellbach stattgefunden hat. Unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft laden der Projektträger Karlsruhe und die Plattform H2BW die Wasserstoff-Akteure des Landes regelmäßig zu diesem wunderbaren Austausch-Format ein.
Wir waren aktiv dabei: mit einem Infostand, als Gesprächspartner in einer Podiumsrunde und mit einem Workshop.
Und wir haben wieder viel gelernt.
Unter anderem, dass die Namen von Wasserstoff-Projekten in andern Ländern, sagen wir mal, etwas kreativer ausfallen als bei uns: NormandHy (Le Havre), ELYgator (Rotterdam), HYmpulsion und IMAGHyNE (beide Region Auvergne Rhône-Alpes), um nur ein paar Beispiele zu nennen 😉. Gut, bei uns kommen natürlich H2Rivers und H2 GeNeSiS auch schon sehr kreativ daher. Letztlich zählt aber ohnehin nicht die Verpackung, sondern der Inhalt. Und da können unsere Projekte in Baden-Württemberg durchaus mithalten.
Das Treffen in Fellbach war eine tolle Gelegenheit für ein gegenseitiges Update und für Einblicke in Wasserstoff-Strategien von Unternehmen wie beispielsweise Bosch, Siemens, EKPO oder auch von Städten wie Freiburg. An Innovationskraft mangelt es jedenfalls ebenso wenig wie an Motivation. Letzteres zeigt sich auch daran, dass für das jüngste Förderprogramm des Landes – ELY – 28 Anträge eingereicht wurden.
Eitel Sonnenschein herrscht aber in unserer Wasserstoff-Welt nicht: Komplexe und überbordende Regulatorik, fehlender Rückenwind aus Berlin, mangelnde Investitionssicherheit, Henne-Ei-Problem… und noch einige andere Stolpersteine zermürben und bremsen. Sich darüber auszutauschen, macht aber auch wieder Mut. So bewegte sich das H2-Kolloquium ein bisschen zwischen ernüchterndem Realitäts-Check und aufbauender Selbsthilfegruppe.
Nach vorne schauen, gemeinsam die Herausforderungen meistern bleibt unsere die Devise. Oder wie es unser Vorstandsmitglied Prof. Markus Hölzle, der als Leiter des ZSW Ulm in einer Podiumsrunde saß, so schön formuliert hat: „Wir müssen es jetzt einfach durchziehen!“ Denn das Knowhow ist da und die Notwendigkeit des Wasserstoffhochlaufs unbestritten.
Also: Let’s go!
Fotos und Video: Karen Emler / H2-Wandel