FAQ

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Hier beantworten wir die häufigsten Fragen, die uns rund um das Thema »Wasserstoff« erreicht haben.

Was tragen unsere Projekte zur Energiewende bei?

Unsere Projekte leisten Pionierarbeit und treiben den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft aktiv voran. Durch den Bau und Betrieb von Pilotanlagen sammeln wir wertvolle Praxiserfahrungen, die als Grundlage für die nächste Ausbauphase dienen. So unterstützen wir sowohl die steigende Nachfrage nach Wasserstoff als auch den Ausbau der notwendigen Infrastruktur in der Region und schaffen damit die Grundlage für eine nachhaltige, zukunftsfähige Energieversorgung.

Wasserstoff bietet vor allem den Vorteil, dass er schnell betankt werden kann, ähnlich wie bei einem herkömmlichen Auto mit Benzin oder Diesel. Die Reichweite von Wasserstofffahrzeugen ist oft größer als die von batterieelektrischen Fahrzeugen. Außerdem stößt ein Wasserstofffahrzeug beim Fahren nur Wasserdampf aus, es entstehen also keine schädlichen Abgase. Wasserstoff kann außerdem vielseitig genutzt werden, etwa zur Strom- und Wärmeerzeugung oder in der Industrie, und eignet sich gut für große Fahrzeuge oder lange Strecken, bei denen Batterien an ihre Grenzen stoßen.

Ohne H2 erreichen wir die CO2 -Neutralitätsziele der EU und Deutschlands nicht. Er ist der unverzichtbare Baustein für:

  • Versorgungssicherheit: Macht uns unabhängiger von importierten fossilen Brennstoffen.
  • Klimaschutz: Ersetzt CO2-intensive Energieträger in der Industrie und im Schwerlastverkehr.
  • Systemstabilität: Dient als Speicher für überschüssigen Wind- und Sonnenstrom, vor allem für langfristige Speicherung (Wochen/Monate).

Die Effizienz ist individuell und hängt von der gesamten Kette ab (Elektrolyse, Speicherung, Transport, Rückverstromung). Der Gesamtwirkungsgrad liegt derzeit oft bei 25–40 %. Batterien erreichen über 80 % – Wasserstoff wird daher primär dort eingesetzt, wo Batterien an ihre Grenzen stoßen (z. B. Langstreckentransport, Industrie).

Die Kosten für Wasserstoff variieren stark, je nach Herstellungsart und Marktbedingungen. Grüner Wasserstoff, der durch Elektrolyse mit erneuerbarem Strom produziert wird, ist derzeit noch teurer als fossile Brennstoffe oder Strom aus dem Netz. Die Preise liegen aktuell oft bei 6 bis 9 Euro pro Kilogramm, können aber mit steigendem Ausbau und technologischen Fortschritten deutlich sinken. Für Anwendungen im Verkehr oder der Industrie werden Preise von etwa 3 Euro pro Kilogramm als wettbewerbsfähig angesehen. Die Kosten für Wasserstoff werden sich in den nächsten Jahren voraussichtlich durch Skaleneffekte und Innovationen weiter verbessern. Des Weiteren kann eine Preisparität durch den steigenden CO2 Preis für konventionelle Kraftstoffe erreicht werden.

 

Reiner Wasserstoff kann über Pipelines, in verflüssigter Form oder in Druckspeichertanks transportiert werden. Es gibt weitere Nischenanwendungen, aber diese drei sind die am weitesten Entwickelten. Wasserstoffderivate werden in gewöhnlichen Tanks transportiert.

Backup-Gaskraftwerke werden perspektivisch nur dann eingesetzt, wenn nicht genügen Strom durch erneuerbare Energien und Batteriespeicher bereitgestellt werden kann. In diesen sog. „Dunkelflauten“ werden die Gaskraftwerke CO2 freien Strom aus grünem Wasserstoff herstellen. Die Kraftwerke funktionieren vom Prinzip her genau gleich wie Erdgaskraftwerke, so können also viele alte Kraftwerke umgerüstet werden. 

Nur grüner Wasserstoff ist klimaneutral. Die Klimabilanz hängt von der Produktionsmethode ab.

  • Klimaneutral ist nur grüner Wasserstoff, der per Elektrolyse ausschließlich mit erneuerbarem Strom (Wind, Sonne) hergestellt wird.
  • Nicht klimaneutral ist Wasserstoff, der mit fossilen Energieträgern erzeugt wird (z. B. Grauer Wasserstoff).

Experten gehen davon aus, dass H2 in Deutschland und Europa in den 2030er Jahren in großem Maßstab wirtschaftlich und flächendeckend verfügbar sein wird. Derzeit wird die Infrastruktur (z. B. Tankstellen, Speicher) aktiv ausgebaut und gefördert.

Der Ausbau schreitet voran. Ein europäisches sowie nationales Pipelinenetz wurde beschlossen und es existieren bereits zahlreiche Wasserstofftankstellen, Pilotanlagen, Forschungsvorhaben sowie Förderprogramme im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie.

Der Wasserstoff verflüchtigt sich in der Regel rasch. In geschlossenen Räumen kann er allerdings explosive Gemische bilden, weshalb Sensorik und Belüftung wichtig sind.

Moderne Wasserstoffsysteme erfüllen höchste Sicherheitsstandards. Ihre Sicherheit beruht auf den besonderen physikalischen Eigenschaften von H2: Wasserstoff ist sehr leicht und steigt bei einem Leck im Freien schnell nach oben, sodass sich am Boden kaum explosionsfähige Gemische bilden können. Große Mengen dürfen nur mit spezieller Genehmigung gespeichert werden. Schutzkonzepte, wie Drucküberwachung, Belüftung und frühzeitige Detektion müssen installiert werden, um eine Genehmigung nach dem Bundesimmisionsschutzgesetz zur Lagerung zu erhalten.

Sehr sicher – sie unterliegen strengen Sicherheitsstandards. Fahrzeuge sind mit Sensoren, Druckventilen und Notabschaltungen ausgerüstet.

Wasserstofffahrzeuge sind sehr leise im Betrieb, ähnlich wie batterieelektrische Fahrzeuge. Der Elektromotor erzeugt kaum Geräusche, und es gibt keinen Verbrennungsmotor. Zudem sind Wasserstofffahrzeuge sauber, denn sie produzieren bei der Fahrt nur Wasserdampf als „Abgas“. Das macht sie besonders umweltfreundlich, insofern der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien hergestellt wird.

Die Speicherung von Wasserstoff zu Hause ist derzeit noch nicht üblich und technisch anspruchsvoll, weil Wasserstoff sehr leicht und flüchtig ist und spezielle Tanks braucht, die sicher isoliert und druckfest sind. Es gibt aber erste Ansätze, Wasserstoff in kleinen Mengen etwa in Brennstoffzellen-Heizgeräten zu nutzen, die gleichzeitig Strom und Wärme für das Haus erzeugen können. Die flächendeckende private Speicherung von Wasserstoff zu Hause ist aber noch Zukunftsmusik und aktuell eher für größere Anlagen oder Tankstellen vorgesehen.

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