Europa treibt den Ausbau von Wasserstoff voran
Die EU, Deutschland und Baden-Württemberg haben klare Zeitpläne für Klimaneutralität und definierte Ziele für Produktion, Infrastruktur und Nutzung von Wasserstoff. Von Gigawatt-Ausbau bis zur Netzanbindung entstehen Schritt für Schritt die Grundlagen für eine wasserstoffbasierte Energiewirtschaft. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen spielen eine große Rolle für Investments in der Zukunft.
Auf dieser Website stehen zahlreiche Informationen, Links und Verknüpfungen rund um das Thema Transformation zu einer Wasserstoffwirtschaft.
Baden-Württemberg: Klimaneutralität bis 2025
Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in drei Phasen
- Förderung einer eigenen Wasserstoffwirtschaft durch dezentrale Produktion (viele kleinere Produktionsstandorte über Baden-Württemberg verteilt)
- Anbindung Baden-Württembergs an das Wasserstoff-Kernnetz bis 2032
Europa treibt den Ausbau von Wasserstoff voran
Expertenecke H2-Wandel
Dürfen Sie sich Experte nennen? Machen Sie jetzt das Wassertsoffführerscheinquiz und finden Sie es heraus.
Interview Reihe unserer Wasserstoff-Pioniere (INHALT IN DER ERSTEN VERSION NICHT VERFÜGBAR)
Hier geht etwas voran in der Region. Unsere Projektpartner sind eine der ersten, die Ihre Wasserstoffambitionen auch in die Tat umsetzen. Das erfordert Mut und geht mit vielen Unsicherheiten einher. Aber genau solche Menschen brauchen wir, um die Wasserstoffwirtschaft zum Laufen zu bringen.
Wie unterstützt der Verein die Eduard-Merkle GmbH in der Transformation? --> Thema wird erst im Januar oder Feburar fertiggestellt werden können



Hier Text zur Studie -> MB, was dürfen wir alles veröffentlichen? Mit neugierig machendem Text mit Link zu unserem Blaupausentool
Die e.systeme21 - ein Vereinsmitglied zeigt uns die Energieversorgung der Zukunft --> Idealerweise mit Interview und näheren Inofrmationen zu ihrem System, aber wir haben diese Infos noch nicht













Text zu e.systeme21 GmbH
Die Wasserstoffwertschöpfungskette
Die Transformation der Energielandschaft und die Antriebswende stellen unsere lokalen kleinen und mittleren Unternehmen vor große Herausforderungen. In der Region von H2-Wandel gibt es zahlreiche Zulieferer für Branchen, die ihre Wertschöpfungskette oder ihre Zuliefererkette umstellen müssen, um sich dem Wandel anzupassen.
Doch die Wasserstoff-Industrie benötigt häufig genau dieselben Kompetenzen, wie herkömmliche Industriezweige. Wir helfen, das gesammelte Wissen aus der Wasserstoffwelt den KMU in unserer Region zur Verfügung zu stellen und helfen ihnen beim Umstieg.
Dieses Tool, erstellt von der E-mobil BW hilft den Unternehmen zu erkennen, welche klassischen Kompetenzen auch in der Wasserstoffwertschöpfungskette zu finden sind. Somit können sie sich informieren und ihre Stärken, die sie seit vielen Jahrzehnten aufgebaut haben, auch in aufkommenden Industriezweigen anzuwenden.
Wissenschaftsbereich
Veröffentlichungen
Über das Leuchtturmprojekt H2-ToKnow verknüpfen sich zahlreiche wissenschaftliche Institutionen und tauschen ihre neuesten Erkenntnisse aus. Diese werden in Publikationen veröffentlicht, deren Inhalt hier zusammengefasst ist.
Forschungspapier der Hochschule Reutlingen zum Thema "Volkswirtschaftliche Kosten der Energiewende"
Die volkswirtschaftlichen Kosten der Energiewende hängen stark von den eingesetzten Technologien ab. Professor Zenner von der Hochschule Reutlingen untersucht detailliert, welche finanziellen Belastungen auf die Gesellschaft zukommen.
Seine Berechnungen zeigen: Ein Ansatz, der nur auf Batteriespeicher setzt, ist teurer als ein hybrider Ansatz, der Wasserstofftechnologien und elektrische Großspeicher kombiniert. Werden Teile der Energie in Wasserstoff gespeichert, sinken die Netzausbau-Kosten insgesamt.
Die Energiewende ist also kein Entweder/Oder, sondern ein Zusammenspiel aus verschiedenen Technologien.
Abschlussarbeit aus der Hochschule Reutlingen zum Thema "Kritischer Rohstoff: Terbium"
Terbium ist ein seltener Rohstoff, der vor allem in Leistungsstarken Magneten eingesetzt wird, wie zum Beispiel in Elektromotoren von Brennstoffzellenfahrzeugen. Damit spielt Terbium eine wichtige Rolle für die Energiewende.
Wichtige geopolitische und industrielle Aspekte zu diesem Rohstoff wurden in einer Abschlussarbeit der Hochschule Reutlingen zusammengefasst und sind hier dargestellt.
Abschlussarbeit aus der Hochschule Reutlingen zum Thema "Platin - Schlüsselmetall der Wasserstofftechnologie"
Platin ist ein zentraler Katalysator in vielen Wasserstoffanwendungen. Bekannt ist es vor allem aus der Lambda-Sonde im Abgasstrom von Verbrennungsmotoren. Auch in PEM-Brennstoffzellen und PEM-Elektrolyseuren sorgt Platin für maximale Leistung und schnelle Reaktionsfähigkeit.
Allerdings ist Platin teuer und ein wesentlicher Kostenfaktor dieser Technologien. Die Hochschule Reutlingen hat umfassende Infos zum Rohstoff Platin zusammengefasst – hier finden Sie die wichtigsten Fakten auf einen Blick.
Forschungspapier aus der Technischen Hochschule Ulm zum Thema "Lade-/Tankinfrastruktur für leichte Nutzfahrzeuge"
Die Studie analysiert, wie die räumliche Verteilung von Ladepunkten und Wasserstofftankstellen die Erreichbarkeit für Handwerksfahrzeuge beeinflusst. Betrachtet werden die Regionen Ulm, Stuttgart und Munderkingen. Zudem entsteht eine neue Bewertungsmethodik, mit der die Eignung klimafreundlicher Antriebe, etwa batterieelektrisch oder wasserstoffbasiert, für den Einsatz im deutschen Handwerk beurteilt wird.
Was kostet Wasserstoff? --> Einbindung EEX kommt noch, Infos zu Studie von ZSW (Maike Schmidt) --> muss noch angefragt werden, wir haben die Daten nicht
Der Preis für grünen Wasserstoff ist schwer durchschaubar, da viele Faktoren hineinspielen.
Die EEX, eine europäische Rohstoffbörse, sammelt deshalb reale Preiseinschätzungen von Käuferinnen und Käufern sowie Anbieterinnen und Anbietern. Daraus entsteht der HYDRIX, ein zweiwöchentlich aktualisierter Preisindex für grünen Wasserstoff.
Er folgt einfachen Marktprinzipien von Angebot und Nachfrage und schafft damit etwas, das bisher gefehlt hat: Transparenz beim Wasserstoffpreis.
Wo muss der Preis hin? Und welche Auswirkungen hat der Preis auf die Wasserstoffwirtschaft? Welche Preise sind realistisch?
ZSW Studie mit Bild und Links. Verweis auf Klimakostenstudie.
Wo muss der Preis für grünen Wasserstoff hin?
Für einen großflächigen Markthochlauf muss der Preis von grünem Wasserstoff soweit sinken, dass er mit den Marktpreisen der fossilen Energieträger konkurrieren kann; also zu Preisen, bei denen Anwendungen heute bereits wirtschaftlich Wasserstoff einsetzen würden.
Die Analyse des ZSW nutzt dazu Vergleichspreise verschiedener Sektoren und zeigt, dass aktuell im Verkehrssektor die Marktpreise am höchsten sind, was dort höhere Wasserstoffpreise tolerierbar macht, solange Kostengleichheit zu Diesel erreicht wird.
Welche Auswirkungen hat der Preis auf die Wasserstoffwirtschaft?
Gelingt der Hochlauf erster LKW-Flotten durch konsequente Förderprogramme, kann grüner Wasserstoff bereits heute zu Marktpreisen eingesetzt werden. Somit startet dort der Markteintritt und erste Absatzvolumina entstehen, um die herum sich die Infrastruktur entwickelt.
Dieser Schritt wird durch Fördermittel unterstützt und erfordert eine gute Koordination, um Angebot und Nachfrage gleichzeitig anzuheben und den Pionieren Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Langfristige Pläne für Rahmenbedingungen des Hochlaufs unterstützen auch privatwirtschaftliche Investitionen.
Die Skaleneffekte (Economy of Scale) erklärt:
Wenn der Verkehrssektor als erstes eine solide Nachfragebasis schafft, werden weitere Investitionen abgesichert und weitere Infrastruktur entsteht. Die dadurch entstandenen Effizienzgewinne erschließen Nischenmärkte und weitere Abnehmer.
Diese Skalierung reduziert Stückkosten für Elektrolyseure, Transport und Verteilung. Somit senkt sie langfristig den Preis für grünen Wasserstoff in allen Sektoren.
Herausforderung: Industrie und niedrige Preise
Industrieanwendungen wie Raffinerien, Chemie oder Stahl verlangen deutlich günstigere Preise für grünen Wasserstoff, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Grüner Wasserstoff wird diese Preise ohne externe Eingriffe bis 2025 vermutlich nicht erreichen, weil die Kosten der Elektrolyse und des Systemausbaus derzeit über diesem Niveau liegen.
Notwendige äußere Rahmenbedingungen
Gezielte politische Rahmenbedingungen, wie CO2-Bepreisung, Umlenkung von Subventionen von fossilen Energieträgern hin zu klimafreundlichen Alternativen oder verbindliche THG-Quoten können die Preisparität zu gewährleisten. Diese Maßnahmen müssen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und sozialen Aspekten vorsichtig austariert werden.
Fazit
Die volkswirtschaftlichen Kosten der fossilen Energieträger sind laut Studien gigantisch. Werden diese Kosten auf die Verursacher umgelegt, ist grüner Wasserstoff für alle Anwendungen bereits wirtschaftlich. Der Markt benötigt also die notwendigen Anreize, politische Rahmenbedingungen müssen langfristig gedacht und zügig umgesetzt werden. Dann ist eine Wasserstoffindustrie aus und für Deutschland umsetzbar und profitabel.
Politik
Gesetze und Regulierungen
Für den Aufbau einer neuen Infrastruktur und eines neuen Wirtschaftszweigs muss es klare Regeln und Rahmenbedingungen geben. Diese bieten die Sicherheit für Investitionen und Umwelt.
Im weiteren werden zwie wichtige Gesetze vorgestellt:
Die NOW GmbH hat eine hilfreiche Übersicht zu allen Wasserstoffgesetzten erstellt, klicken Sie auf den Button, um mehr über die aktuelle Lage zu erfahren.
Die RED III (Erneuerbare-Energien-Richtlinie, 2023) legt erstmals klare Regeln für erneuerbaren Wasserstoff und Elektrolyseure fest.
Sie definiert, wann Wasserstoff als RFNBO (Renewable Fuels of Non-Biological Origin) gilt – insbesondere durch die Zusätzlichkeit, Zeitgleichheit und Regionalität des erneuerbaren Stroms, der für die Elektrolyse genutzt wird.
Für den Verkehrssektor setzt RED III verbindliche Mindestquoten für RFNBOs und erhöht insgesamt den Anteil erneuerbarer Energien.
Sie legt zudem fest, dass die Kapazität der Erneuerbaren Energien nicht von dem zusätzlichen Bedarf der Elektrolyse entnommen wird. Daher gilt, dass neue Elektrolyseanlagen nur erbaut werden können, wenn man die zusätzlichen Kapazitäten an Erneuerbaren mit ausbaut. Dies erhöht die anfängliche Investitionssumme erheblich und wirkt sich negativ auf viele Projektentscheidungen aus.
Die Definitionen der RED III sind sehr strikt und wird daher von vielen Akteuren kritisiert.
„Nutzen statt abregeln“ (§13 KEMWG) ist ein Paragraph, der im Falle von hoher Einspeisung Erneuerbarer Energie den Überschusstrom für Elektrolyseure nutzbar machen soll. Dies soll verhindern, dass Wind- und PV-Anlagen abgeschaltet werden sollen und schützt gleichzeitig das Netz durch Flexibilisierung mittels dynamischer Verbraucher, wie Elektrolyseuren.
Es läuft eine Pilotphase im Norden Deutschlands, die den Erfolg einer solchen geplanten Maßnahme erörtert.
Idealerweise kann durch den dynamischen Betrieb von Elektrolyseuren das Netz stabilisiert werden und gleichzeitig kann kostengünstig in Zeiten von niedrigen Strompreisen (hoher Erzeugung durch Erneuerbare Energien) grüner Wasserstoff erzeugt und gespeichert werden.